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Kommentar zur Erklärung zur Informationsfreiheit

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Wissen ist Macht! Wenig Wissen macht machtlos!

Von Thomas Bischofberger, 08.08 2002, 15:58:53

Schönen guten Tag.

Ich halte es für eine absolute Frechheit und die Rückkehr zu politischen Systemen wie wir sie in unserer heutigen doch so fortschrittlichen und freien Welt nicht mehr brauchen und auch nicht wieder haben wollen. Es kommt einer Entmündigung des Staatsbürgers gleich und dem Versuch der Fortsetzung von überholten Systemen, wie sie die STASI oder die NSA waren und leider noch sind.

Da bekommt der Spruch »Vertrauen ist gut. Kontrolle ist besser!« eine sehr bedrohliche Bedeutung. Ich halte diese und andere Versuche der Reglementierung der Informationen für nicht nur sinnlos, sondern auch im höchsten Maße kontraproduktiv und gefährlich. Wie die Geschichte, Gott sei Dank, immer wieder gezeigt hat, so ist Obrigkeitsdenken und Kontrollsucht nie lange von Bestand und hinterläßt mehr Schaden als es der angeblich »guten Sache« tatsächlich gedient hat. Nebenbei gesagt hat es aber auch immer ihre Initiatoren mit
vernichtet.
Es ist ein ganz einfaches Naturprinzip, welches hier mal wieder versucht wird zu ignorieren:

Druck erzeugt Gegendruck und dieser sucht sich ein Ventil (Konzentrationsausgleich).
Informationen gelangen immer an den Adressaten. Egal in welchem Bereich man in unserer Welt versucht Kontrolle auszuüben, überall kann man feststellen, dass es Wege gibt diese Kontrolle zu umgehen. Seien es nun die Drogen, die Schwarzarbeit oder die Natur selbst. Es bringt nichts sich gegen die Dualität in unserer Welt stellen zu wollen. Wenn es das Gute gibt, dann muss es auch das Böse geben. Wie sonst werden die Dinge identifiziert. Wir können nur versuchen
in unserer Erziehung, im Zusammenleben und in unserer Selbstverantwortung mit den Problemen umzugehen und denen die diese Attribute noch nicht ausreichend erlernt haben positiv zur Seite zu stehen. Verbote meiner Eltern waren immer der Anreiz diese zu versuchen zu umgehen.

Nun kann ich nicht behaupten die Lösungsformel für die bestehenden Probleme, auch im Umgang mit den Informationen und ihren Auswüchsen zu haben. Doch um es noch mal zu bekräftigen:
Durch das Filtern von ohnehin existierenden Informationen wird gar nichts gelöst.
Was sich löst – auflöst – ist der demokratische Staat, denn der fußt auf dem Vertrauen in die von uns mit »Macht« zeitweilig ausgestatteten Staatsbürger.

Wehret den Anfängen!

Thomas Bischofberger



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Kommentare

    gegen die prohibition (Martin Ritzka; 09.08 2002, 20:34:18 )
    Ohne Titel (Anonym; 09.08 2002, 10:53:49 )


Neu oder wichtig:
O-Töne: Die Wahrheit aus Düsseldorf
Siehe auch: Assoziations-Blaster zum Thema Informationsfreiheit
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